
Wildernde Katze
Details
Die Geschichte
1910 zog Niestlé mit seiner Lebensgefährtin Marguerite Legros nach Sindelsdorf, in das Dorf im Oberland, in dem sein Freund Franz Marc lebte. Die beiden wohnten im ersten Stock der damaligen Bäckerei Lautenbacher an der Hauptstraße, das Atelier lag oben auf dem Speicher. Aus diesem Jahr stammt das Bild, rechts unten signiert mit J.B. NIESTLÉ 10. Wildernd nennt man im Deutschen eine Katze, die draußen auf eigene Faust Wild jagt, mit demselben Wort wie den Wilderer. Die Leinwand ist fast quadratisch, gut einen halben Meter in jeder Richtung. Wie die beiden anderen Bilder Niestlés im Lenbachhaus kam sie 1965 als Schenkung der Bernhard und Elly Koehler Stiftung ins Museum, benannt nach einer Berliner Sammlerfamilie, die die Maler des Blauen Reiters gefördert hatte.

