
Paul Gauguin · PD
Armer Fischer
Details
Die Geschichte
Als Gauguin 1895 zum zweiten Mal nach Tahiti aufbrach, hatte er einen Stapel Fotografien im Gepäck: Reliefs aus dem ägyptischen Abydos, Friese des javanischen Borobudur, japanische Holzschnitte. Sie dienten ihm als Formenvorrat. Die Haltung des Fischers, der sich 1896 im Küstendorf Punaauia an sein Boot lehnt und aus einer Kalebasse trinkt, geht wohl auf eine dieser Aufnahmen aus Abydos zurück. Auch der Bildaufbau stammt aus diesem Vorrat. Wasser, Boot und Wolkenwand liegen in Streifen übereinander, wie im japanischen Holzschnitt. Im Dezember 1896 führte Gauguin die Leinwand in einem Brief an den Pariser Händler Ambroise Vollard auf, zusammen mit acht weiteren, die er nach Frankreich verschiffte. In São Paulo hängt sie seit 1958.




