
Alesso Baldovinetti / Formerly attributed to Paolo Uccello · PD
Bildnis einer Dame
Details
Die Geschichte
Im Florenz der 1460er Jahre wurde eine Frau von Stand genau so gemalt: im strengen Profil vor einem glatten blauen Grund, weniger als persönliches Bildnis denn als Ausweis des Familienranges. Auf dem gelben Ärmel trägt sie eine gestickte Devise aus drei Palmwedeln und einer Feder, mit ziemlicher Sicherheit ein Wappenzeichen, wohl das ihres Mannes oder ihres Hauses, auch wenn niemand sie je daran hat erkennen können. Als die National Gallery die Tafel 1866 kaufte, galt sie als ein Piero della Francesca. Erst 1911 erkannte der Kritiker Roger Fry darin die Hand des Alesso Baldovinetti, eines Florentiners, den man für Mosaik und Fresko ebenso schätzte wie für seine Tafelbilder. Die Perlen im Haar und am Hals waren damals das übliche Zeichen der Reinheit, die Botschaft, für die ein Hochzeitsbildnis gemacht war.



