Porträt eines Mannes

Frans Hals · PD

Porträt eines Mannes


Details

Künstler
Frans Hals
Jahr
1665
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
85,8 × 67 cm

Die Geschichte

Im März 1938, kurz nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland, flohen die Wiener Sammler Leon und Antonie Lilienfeld nach Italien. Acht ihrer Gemälde erhielten keine Ausfuhrgenehmigung, darunter dieses späte Bildnis von Frans Hals. Es blieb in Wien bei ihrem Anwalt Emmerich Hunna, der es 1941 im Dorotheum verpfändete, um es zu schützen, während Hitlers Kunstberater es für das in Linz geplante Führermuseum zu kaufen suchten. 1944 wurde es in das Salzbergwerk von Altaussee gebracht, außer Reichweite der Bomben, und dort fanden es 1945 die Alliierten. Antonie Lilienfeld, die inzwischen in Massachusetts lebte, erhielt es 1948 zurück und schenkte es 1966 dem Museum. Wer der Dargestellte war, weiß man nicht. Er trägt das Haar lang nach französischer Mode und einen seidenen Hausmantel japanischer Art, einen Luxus, an den Holländer herankamen, weil seit 1641 allein die Niederländer unter den Europäern mit Japan handeln durften.

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