
Frans Hals · PD
Bildnis eines Mannes um die Dreißig
Details
Die Geschichte
Neben der Schulter des Mannes hat Hals sein Monogramm gesetzt, dazu ein paar lateinische Worte mit dem Alter des Dargestellten und der Jahreszahl 1633. Später wurde die Leinwand an diesem Rand beschnitten, und bei der Altersangabe ging eine Ziffer verloren. Was übrig ist, verrät gerade noch, dass die Zahl mit einer Drei begann, daher der Titel. Seinen Namen hat niemand notiert. Wahrscheinlich war er ein Bürger Haarlems. Er lehnt sich zurück und dreht sich zu uns, als hätte er eben den Stuhl vom Tisch weggeschoben. Die große Halskrause setzt Hals mit schnellen, getrennten Tupfern hin, die Sorgfalt gilt dem Gesicht, dem nach oben gezwirbelten Schnurrbart, den winzigen Lichtern auf der Unterlippe. 1888 kam das Bildnis in die National Gallery, geschenkt von der Nichte des Architekten Decimus Burton, dem Erbauer des Wellington Arch in London, nach dessen Wunsch.




