
Frans Hals · PD
Bildnis eines Mannes, möglicherweise Palamedes
Details
Die Geschichte
Um 1625 war Haarlem eine der malerreichsten Staedte Europas, und durch die Werkstatt von Frans Hals zog ein steter Strom gut gekleideter Buerger. Dieses Bildnis ueberrascht durch sein Format: eine Eichentafel, kaum groesser als ein Blatt Papier, und doch fuellt der Mann sie ganz aus, im Dreiviertelprofil, eine Hand in die Huefte gestuetzt, als lehnte er sich dem Betrachter entgegen. Lange sah man in ihm Palamedes Palamedesz, einen jungen Haarlemer Maler von etwa zwanzig Jahren, der kleine Soldaten- und Wachstubenszenen malte. Die Gemaeldegalerie in Berlin raeumt heute ein, dass sich dieses Gesicht nicht sicher benennen laesst. Geblieben ist das Tempo des Pinsels, Kragen und Manschetten mit wenigen raschen Strichen hingesetzt, die noch immer wie frisch gestaerktes Leinen wirken.




