
Männliches Bildnis
Details
Die Geschichte
Dieser Mann wurde als eine Hälfte eines Ehepaares gemalt. Das Bildnis seiner Frau, mit demselben Datum 1564, hängt in Wien neben ihm, und dem Mann gehört, wie es sich gehörte, die heraldisch vornehmere Seite. Er sitzt als Halbfigur da und sieht uns ruhig an, den Arm in die Seite gestellt, eine Haltung, die Selbstbewusstsein und Rang zeigte. Seine Hand ruht auf einem Dolch in einer prächtigen Scheide mit zwei winzigen lorbeerbekränzten Köpfen, einem alten Zeichen des Heldentums. In der anderen Hand hält er ein gemustertes Tüchlein mit Quasten, modisches Accessoire und Kennzeichen des Adligen zugleich. Das schwarze Wams glänzt seidig, an Kragen und Manschetten sitzt Spitze. Bei aller Sorgfalt weiß niemand, wer er war. Der Siegelring am Zeigefinger hat seinen Namen nicht verraten, ebenso wenig das Wappen, das Röntgenaufnahmen unter der Malschicht zeigten.




