
Albrecht Dürer · PD
Bildnis einer Venezianerin
Details
Die Geschichte
Dürer erreichte Venedig im Spätherbst 1505, auf seiner zweiten Reise nach Süden, und dies gilt als das Erste, was er nach der Ankunft malte. Er war unter anderem gekommen, um den italienischen Malern zu antworten, die, wie er in Briefen nach Hause klagte, zwar seine Druckgrafik bewunderten, aber bezweifelten, dass ein Deutscher mit Farbe umgehen könne. Also studierte er den Mann, den er in der Stadt am meisten schätzte, den betagten Giovanni Bellini, und man spürt Bellini im weichen Licht auf dem Gesicht dieser jungen Frau und in der Wärme ihrer Haut. Wer sie war, ist verloren. Ihre angebundenen Ärmel und das in einem kleinen drapierten Häubchen aufgesteckte Haar weisen sie als Venezianerin aus, nicht als Deutsche, eine Einheimische, die Dürer festhielt, während er die Stadt noch kennenlernte.




