
Gustav Klimt, Portrait of Elisabeth Lederer, 1914. Wikimedia Commons. · PD
Bildnis der Elisabeth Lederer
Details
Die Geschichte
Gustav Klimt malte dieses Bildnis zwischen 1914 und 1916. Elisabeth Lederer war die Tochter von August und Serena Lederer, den wichtigsten Sammlern und Förderern des Malers in Wien, die eine ganze Wand voller Klimts besaßen. Diese jüdische Familie wurde nach 1938 von den Nationalsozialisten verfolgt und ausgeraubt. Um sich zu schützen, ließ sich Elisabeth eine Bescheinigung ausstellen, wonach nicht ihr jüdischer Vater, sondern Gustav Klimt selbst ihr Erzeuger gewesen sei. Der größte Teil der Sammlung wurde in ein Schloss ausgelagert und dort 1945 von abziehenden SS-Truppen samt über einem Dutzend Klimt-Gemälden verbrannt. Ihr eigenes Bildnis blieb wegen ihres ungeklärten Status in Wien und überstand so den Krieg. Klimt setzte hinter sie ein Gewimmel bunter ostasiatischer Figuren, vor dem ihre helle Gestalt schmal und aufrecht steht.




