
Albrecht Dürer · PD
Bildnis des Johann Kleeberger
Details
Die Geschichte
Dürer malte es 1526, zwei Jahre vor seinem Tod, und steckte einen lebenden Kaufmann in das Gewand eines antiken Römers. Johann Kleeberger war ein reicher Nürnberger Finanzier, der in die Familie von Willibald Pirckheimer eingeheiratet hatte, dem engen Freund des Malers. Statt des üblichen Halbbildes in einem Raum setzte Dürer ihn als Büste in eine kreisrunde steinerne Öffnung, wie eine lebendig gewordene Gedenkmedaille. Sieh einen Augenblick hin, und die flache Münze wird zu einem runden Kopf in einer Nische, die Buchstaben seines Namens und das Datum ringsum eingehauen, kleine Embleme in die Ecken gesetzt. Es ist ein gelehrter Einfall über Ruhm und Antike, gemacht für einen Mann, der wie ein Römer in Erinnerung bleiben wollte. Im selben Jahr malte Dürer zwei weitere Nürnberger Bürger in schlichterer, nüchternerer Weise.




