
Bildnis des Joseph Deutz
Details
Die Geschichte
Joseph Deutz war etwa 24, als er um 1648 in Rom für dieses Bildnis saß. Er stammte aus einer der reichsten Kaufmannsfamilien Amsterdams und hielt sich mit seinen Brüdern in Italien auf. Michael Sweerts, ein Brüsseler Maler, der damals in Rom arbeitete, gab ihm eine für ein Porträt jener Zeit ungewöhnliche Haltung. Der junge Mann neigt sich leicht zu uns, die Finger ans Kinn gelegt, die andere Hand in die Hüfte gestützt, und schaut uns direkt an, als wolle er gleich etwas sagen. Der Hintergrund ist fast schwarz, sodass das Licht nur das Gesicht, das lange braune Haar und die weiten weißen Hemdärmel erfasst. Das Gemälde blieb in der Familie. 1692 besaß es seine Schwester Agneta, danach ging es von Verwandten zu Verwandten, bis es 1953 ins Rijksmuseum kam.




