Bildnis des Malers Prosper Marilhat

Bildnis des Malers Prosper Marilhat


Details

Museum
Louvre
Jahr
1835
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
129,5 × 98 cm

Die Geschichte

Mitte der 1830er Jahre lebte in Paris eine Schar junger Maler und Dichter wie eine kleine Bohème-Kolonie mitten in der Stadt. Théophile Gautier erzählte später von einem Kostümball dieser Runde, für den jeder ein Stück der Dekoration malte. Der junge Chassériau steuerte eine badende Diana bei, Prosper Marilhat drei Palmen, die sich über der Kuppel einer Moschee entfalten.

Palmen kannte Marilhat aus eigener Anschauung. 1831 war er als Zeichner mit der Forschungsreise des österreichischen Barons Karl von Hügel aufgebrochen, über Griechenland, Syrien und den Libanon bis nach Ägypten. Auf der Konsole neben ihm erinnern eine antike rotfigurige Vase und ein ägyptischer Korb an diese Reise, ein kleines Skizzenbuch ist der einzige Hinweis auf seinen Beruf. Chassériau malte den Freund 1835 fast ganz in Schwarz, nur Gesicht und Hände treten hell hervor. Er schenkte ihm das Bild und zeigte es 1836 auf seinem ersten Salon. Marilhat verlor den Verstand und starb 1847 mit 36 Jahren. Das Porträt blieb in seiner Familie, bis die Nachkommen seines Bruders es 1906 dem Louvre schenkten.

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