
Bildnis Wilhelm Hyacinth (1666-1743)
Details
Die Geschichte
Als König Wilhelm III. von England 1702 kinderlos starb, meldeten mehrere Fürsten Ansprüche auf sein Erbe an, darunter Wilhelm Hyacinth von Nassau-Siegen. Der katholische deutsche Fürst, in Brüssel geboren, war einer der nächsten männlichen Verwandten Wilhelms und hoffte vor allem auf das Fürstentum Oranien. Er ging leer aus. Ludwig XIV. erkannte ihn nicht an, und der Frieden von 1713 ließ Oranien in französischer Hand.
Zu Hause lief es nicht besser. 1707 ließ er einen mutmaßlichen Anführer eines Aufstands unter seinen Untertanen ohne Prozess enthaupten, und Kaiser Joseph I. entzog ihm daraufhin sein Fürstentum. Die letzten Jahrzehnte verbrachte er als Pensionär am Hof eines Vetters in Hadamar und starb dort 1743 als Letzter seiner Linie. Seine Länder fielen an Wilhelm IV. von Oranien, und dieses Bildnis wohl ebenfalls. Es ging an dessen Sohn Wilhelm V. über und gehört heute dem Mauritshuis, das es in der Galerie Prinz Willem V. in Den Haag zeigt, jener Gemäldegalerie, die Wilhelm V. selbst eröffnet hatte.




