
Vincent van Gogh, Rain, 1889. Wikimedia Commons. · PD
Regen
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Die Geschichte
Im Herbst 1889 war van Gogh freiwilliger Patient der Heilanstalt Saint-Paul in Saint-Rémy in Südfrankreich. Vom Fenster seines Zimmers aus blickte er auf ein von einer Mauer umschlossenes Weizenfeld, das er bei wechselndem Wetter und zu verschiedenen Jahreszeiten etwa 14-mal malte. Hier regnet es. Van Gogh gab den Regen so wieder, wie es in der europäischen Malerei zuvor kaum jemand tat: mit schrägen weißen Strichen, quer über das Feld gezogen. Diesen Kunstgriff hatte er den japanischen Farbholzschnitten abgeschaut, die er sammelte und liebte, denn auch dort erscheint der Wolkenbruch als bloße schräge Linien. Die Gartenmauer steigt diagonal an, sodass das Feld zugleich in die Weite und in die Höhe zu den verschwommenen Bergen am Horizont zu streben scheint. Bis zum Tod des Malers war es weniger als ein Jahr.




