Der Raub der Sabinerinnen (lebensgroßes Modell)

Der Raub der Sabinerinnen (lebensgroßes Modell)


Details

Künstler
Giambologna
Jahr
1581
Technik
ungebrannter Ton
Gattung
Skulptur

Die Geschichte

Diese Gruppe entstand ohne Auftrag. Giambologna, ein Bildhauer aus Flandern, der in Florenz Fuß fassen wollte, formte sie in den Jahren 1579 und 1580 aus eigenem Antrieb und ohne festes Thema. Er wollte zeigen, dass er drei Körper in heftiger Bewegung spiralförmig übereinander aufbauen konnte, so dass man sie von allen Seiten betrachten muss. Was hier in der Mitte des Saals steht, mehr als vier Meter hoch, ist das Modell in Originalgröße, aus ungebranntem Ton, der nur langsam trocknete und oft mit Stroh und Mehl vermischt wurde. Weil das Material so empfindlich ist, blieb kaum ein solches Großmodell des 16. Jahrhunderts unversehrt erhalten. Den Namen schlug erst später der Gelehrte Vincenzo Borghini vor, nach der römischen Sage vom Raub der Sabinerinnen. Großherzog Francesco I. de' Medici ließ die Marmorfassung in der Loggia dei Lanzi aufstellen, als Gegenstück zu Cellinis Perseus, und räumte dafür Donatellos Judith weg.

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