
Ernst Ludwig Kirchner · PD
Liegender Akt
Details
Die Geschichte
Links unten steht die Signatur, E. L. Kirchner und dahinter knapp 09. Es ist das Jahr 1909, Kirchner malte noch in Dresden. Die Leinwand ist ungewöhnlich gestreckt, gut anderthalb Meter breit und nur halb so hoch, sodass die Frau sich über die ganze Breite ausstrecken kann. Das Museum of Fine Arts nennt, was das Bild so typisch für diese Jahre macht. Farben weit jenseits der Natur, eine bewusst raue Oberfläche und die Schnelligkeit einer Skizze, die im fertigen Gemälde stehen geblieben ist. Sein weiterer Weg ist nur teilweise bekannt. Auf dem Keilrahmen steht mit Bleistift der Name Flechtheim, also Alfred Flechtheim, einer der führenden deutschen Händler moderner Kunst. Ob das Gemälde tatsächlich durch seine Hände ging, weiß man nicht. 1948 gehörte es Elisabeth Ris in Zürich, die es im Sommer dem Kunsthaus für eine Ausstellung deutscher Expressionisten lieh, unter dem schlichten Titel Liegende. Boston erwarb es 1957 von einer Londoner Galerie.




