
Giovanni Battista Tiepolo · PD
Rinaldo und der Magier von Askalon
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Die Geschichte
Der Schild, den der alte Mann dem jungen Ritter hinhält, ist eine Ahnengalerie. In Torquato Tassos Epos „Das befreite Jerusalem“ von 1581 zeigt der Magier von Askalon dem Kreuzritter Rinaldo darauf die Taten seiner Vorfahren. Diese Vorfahren sind die Este, die Herzöge von Ferrara, in deren Diensten Tasso stand. Rinaldo hat gerade die Insel der Zauberin Armida verlassen, das Boot liegt noch am Ufer. Tiepolo malte die Szene in Venedig zwischen etwa 1742 und 1745 als letztes von vier Bildern zu Rinaldos Geschichte, vermutlich für einen Raum im Palazzo Corner bei San Polo. Für eine venezianische Patrizierfamilie stand dabei die Entscheidung des Ritters im Mittelpunkt, zu seiner Pflicht zurückzukehren. Die vier Leinwände waren 1912 bei einem Pariser Kunsthändler und gelangten mit dem Vermächtnis des Industriellen James Deering 1925 nach Chicago.




