Der heilige Hieronymus

Der heilige Hieronymus


Details

Jahr
1598
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
97 × 67 cm

Die Geschichte

Spätestens 1600 war dieser heilige Hieronymus fertig, denn in jenem Jahr stach der Kupferstecher Francesco Villamena ihn nach. Entstanden ist das Bild wohl in den letzten Jahren des 16. Jahrhunderts. Es ist eine Nachtszene. Ein Mond, fast ganz hinter einem Berg verborgen, streift die ferne Landschaft, während eine Laterne in der Höhle den Heiligen beleuchtet. Hieronymus hat eben sein Buch abgelegt, es liegt noch unter seinem Arm, und schlägt sich mit einem Stein an die Brust, den Blick auf das Kruzifix gerichtet. Totenschädel und Sanduhr neben ihm erinnern an den Tod, am rechten Rand zeigt sich sein roter Kardinalshut. Barocci griff gern auf Modelle aus seinen Zeichnungen zurück, und die meisten Forscher erkennen in dem Alten fast sicher dasselbe Modell wie im Anchises, dem Vater, den Aeneas aus Troja trägt, auf seinem anderen Bild in dieser Sammlung. Die Signatur unten links nennt seinen Namen und seine Heimatstadt Urbino, erstmals erwähnt wird das Gemälde in einem Borghese-Inventar von 1693.

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