
Der meditierende heilige Hieronymus
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Die Geschichte
Hieronymus war der Gelehrte des 4. Jahrhunderts, der die Bibel ins Lateinische übersetzte, und um 1556, als Bassano ihn malte, zeigte man den Heiligen längst so, als hageren alten Einsiedler, der die Welt hinter sich gelassen hat. Das Licht ist eine kalte Herbstdämmerung. Die wenigen Gegenstände um ihn weisen alle in dieselbe Richtung: eine Sanduhr, deren Sand rinnt, ein Schädel, ein Stapel abgegriffener Lederbände, beiseitegelegt. Sein Körper ist von Jahren der Entbehrung abgezehrt, und die Farbe kommt nur in kleinen Aufblitzen zum Leben, ein roter Mantel, ein Schimmer auf dem Knochen, dort, wo Bassano das Halbdunkel atmen lässt. Am nächsten ist uns die Sanduhr, ihr oberes Glas fast leer.




