
Jusepe de Ribera · PD
Heiliger Rochus
Details
Die Geschichte
Ribera datierte diese Leinwand 1631, in den Jahren, als die Pest durch Norditalien zog und Mailand und Venedig einen großen Teil ihrer Einwohner verloren. Gegen genau diese Krankheit rief man Rochus an. Er hatte Pestkranke gepflegt, sich angesteckt und sich in den Wald zurückgezogen, wo ihm täglich ein Hund Brot brachte. Beides steht im Bild: der Hund blickt von links zu ihm auf, dazu Pilgerstab, Hut und die Wunde am entblößten Oberschenkel. Rechter Fuß und linke Hand ruhen auf Stein, ein leiser Anklang an seinen Namen, der im Spanischen wie das Wort für Fels klingt. Die Figur ist über zwei Meter hoch und von unten gesehen, sodass sie über dem Betrachter aufragt. Seit 1667 ist das Bild im Escorial nachweisbar.




