
Bronzino · PD
Der heilige Sebastian
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Die Geschichte
Als Bronzino dieses Bild um 1533 malte, war Florenz keine Republik mehr. Die Belagerung von 1530 hatte sie beendet, und Alessandro de' Medici regierte die Stadt seit 1532 als erster Herzog. Bronzino war kurz zuvor aus Pesaro zurückgekommen, wo er am Hof der Della Rovere gearbeitet hatte, und löste sich in diesen Jahren von der Malweise seines Lehrers Pontormo. Die Farben werden dichter, die Körper stehen fest und unbewegt im Raum. Der junge Mann ließ sich in der Rolle des heiligen Sebastian darstellen, eine damals übliche Form des Andachtsporträts. Wer er war, ist nicht bekannt. Haltung und Faltenwurf entsprechen fast genau dem Matthäus aus den vier Tondi der Capponi-Kapelle, an denen Bronzino zusammen mit Pontormo gearbeitet hatte. 1984 kam die Tafel aus einer Privatsammlung in Rieti an die Sammlung Thyssen-Bornemisza, wo sie in Saal 7 hängt.




