Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers

Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers


Details

Künstler
Guido Reni
Jahr
1638
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
136 × 98 cm

Die Geschichte

Im Dezember 1639 standen die Barberini auf dem Gipfel ihrer Macht. Urban VIII. war seit 16 Jahren Papst, und im selben Jahr vollendete Pietro da Cortona die riesige Deckenmalerei im römischen Palast der Familie. Am 13. Dezember erwarb Kardinal Francesco Barberini, der Neffe des Papstes, eine Salome von Guido Reni. Das Museum hält dieses Bild für eben jenes, gemalt in Bologna um 1638 oder 1639.

Salome tritt aus einem grauen, unbestimmten Grund hervor und hält die Schale mit dem Haupt Johannes des Täufers, das sie auf Geheiß ihrer Mutter Herodias gefordert hatte. Das Museum hebt den Gegensatz hervor, den Reni aufbaut. Der Gegenstand ist grausig, ihr Gesicht dagegen sanft und gefasst. Sie sieht uns direkt an und bewahrt doch eine kühle, unpersönliche Distanz. Turban und kostbares Gewand sind mit langen, satten Pinselzügen aufgetragen.

Rund hundert Jahre später schenkte ein Geistlicher, Monsignore Bardi, das Bild einem anderen Papst, Clemens XII. aus dem Haus Corsini. Die Romführer des 18. und 19. Jahrhunderts haben es danach immer wieder eigens erwähnt.

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