Saul greift David an

Saul greift David an


Details

Künstler
Guercino
Jahr
1646
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
147 × 220 cm

Die Geschichte

1644 schickte der neu gewählte Papst Innozenz X. einen Florentiner Kardinal, Lelio Falconieri, als Legaten nach Bologna, und 1646 bestellte Falconieri dieses Bild bei Guercino, der inzwischen in der Stadt arbeitete. Die Geschichte steht im ersten Buch Samuel. Der junge David, schon gefeiert für seine Siege und beim Volk beliebt, soll mit der Harfe die finsteren Stimmungen König Sauls vertreiben. Saul aber, von Eifersucht zerfressen, greift nach dem Speer und schleudert ihn auf ihn. Guercino baut den Augenblick wie eine Bühnenszene, mit großen, deutlichen Gesten und scharf beschriebenen Dingen, sodass man den Ausbruch auf einen Blick erfasst. Das Museum vermutet, dass der Kardinal das Thema selbst wählte, als Mahnung, wie Eifersucht und Neid in Zorn umschlagen. Dazu gehörte ein Gegenstück, Simson, der Delila verrät, dass seine Kraft in seinem Haar liegt, heute in einer Privatsammlung in Kalifornien. Das Bild mit Saul und David kam später in den Quirinal, den Papstpalast auf dem gleichnamigen Hügel, wo es 1787 verzeichnet ist, und 1915 schenkte das königliche Haus das Bild der Nationalgalerie.

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