
Selbstbildnis mit einer Akademiestudie
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Die Geschichte
1746 besaß Madrid noch keine königliche Kunstakademie, nur deren Vorstufe. Seit 1744 bildete eine vorbereitende Junta junge Maler aus, und Luis Meléndez, damals um die 30, gehörte zu ihren Schülern. Er zeigt sich im grünen Samtrock über einem Rüschenhemd, ein Band im Haar, und hält ein großes Blatt hoch, darauf ein nackter Mann in Rückenansicht. Es ist eine Akademiestudie nach dem lebenden Modell, der Nachweis, dass hier einer die menschliche Figur beherrscht. In der anderen Hand liegt ein Kreidehalter. Signiert und datiert hat er die Leinwand 1746. Zwei Jahre später verlor sein Vater, selbst Maler und mit der Leitung der Junta zerstritten, seine Lehrstelle, und Meléndez wurde ausgeschlossen. Der Louvre nennt das Bild eines der seltenen Porträts eines Künstlers, den man heute vor allem für seine Stillleben kennt.




