Selbstbildnis

Alexej von Jawlensky · PD

Selbstbildnis


Details

Jahr
1912
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
53,5 × 48,5 cm

Die Geschichte

Jawlensky hat sich in Öl nur etwa zehnmal gemalt, in einem Leben, das Tausende von Bildern hervorbrachte. Dieses hier entstand 1912 in München, es ist das letzte Selbstbildnis vor dem Ersten Weltkrieg. Er war 48. Der Kopf ist gebaut wie Mauerwerk, die roten Schultern als Sockel, der Kragen als Postament, das Gesicht gerade daraufgesetzt, die Augen so schwer dunkel umrandet, dass sie fast wie eine Maske wirken. Verglichen wird das Bild meist mit japanischen Holzschnitten, mit Schauspielerporträts, wie Toyohara Kunichika sie machte. Die flachen Gelb-, Rot- und Blautöne stehen ihnen nahe. Weggelassen hat Jawlensky alles, was auf jenen Blättern um das Gesicht herum liegt, das Kostüm, die Requisiten, das Schwert. Der Charakter muss allein aus der Farbe kommen. Im Museum Wiesbaden liegen zwei Bleistiftzeichnungen dazu, in denen der Kopf schon genau so gerahmt ist und der Blick in die andere Richtung geht.

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