
Der heilige Franziskus in Ekstase und der heilige Benedikt mit einem musizierenden Engel
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Die Geschichte
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war die Geige noch ein recht junges Instrument, eher beim Tanz zu hören als in der Kirche. Hier spielt ein Engel darauf. Der heilige Franziskus von Assisi gibt sich ganz der Musik hin, und links steht der heilige Benedikt, der Gründer der Benediktiner, mit seinem Abtsstab. Zwischen den beiden liegen rund sieben Jahrhunderte, doch beide stehen am Anfang des abendländischen Mönchtums, und so konnte ein Auftraggeber sie selbstverständlich nebeneinander stellen. Die Szene stammt aus den frühen Lebensbeschreibungen des Franziskus. Krank und von Schmerzen geplagt, sehnte er sich nach ein wenig Musik, und eines Nachts kam ein Engel und spielte ihm so lieblich vor, dass er glaubte, diese Welt schon verlassen zu haben. Guercino malte das Bild 1620 für die Kapelle der Familie Dondini in der Kirche San Pietro in Cento. Franziskus mit dem geigenden Engel hat er später mehrmals wiederholt, und nur diese erste Fassung zeigt auch Benedikt.




