
Statue der Göttin Sachmet
Details
Die Geschichte
In diesem Saal sitzen und stehen rund 20 Frauen mit Löwinnenkopf. Es ist Sachmet, die Göttin, deren Zorn Krieg und Seuchen bringen konnte, und Amenophis III., der von 1390 bis 1353 v. Chr. regierte, ließ sie hundertfach in dunklem Stein darstellen. Etwa 600 seiner Sachmet-Statuen stehen noch in Theben oder lassen sich dorthin zurückverfolgen, die übrigen sind heute über Museen in aller Welt verstreut. Eine oft zitierte Erklärung nennt sie eine Litanei in Stein. Jede Statue stand demnach für einen Namen der Göttin, und tägliche Riten vor ihnen sollten ihre Wut besänftigen. Viele Forscher vermuten, dass die meisten zuerst im Totentempel des Königs am Westufer des Nils standen und später über den Fluss in den Bezirk der Mut in Karnak gebracht wurden. Dort wurde auch diese gefunden.
Turin besitzt 21 davon, zehn sitzende und elf stehende. Die erste entdeckte 1759 Vitaliano Donati, ein Naturforscher, den der König von Sardinien nach Ägypten geschickt hatte. Die meisten anderen grub Jean-Jacques Rifaud 1818 in Karnak für den Sammler Bernardino Drovetti aus, und mit dessen Sammlung kamen sie 1824 nach Turin. Diese sitzende Göttin trägt über dem Löwinnenkopf eine Sonnenscheibe mit Kobra.




