
Stele der Dame Nestarut, von Thot vor Atum geführt
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Die Geschichte
Um 943 vor Christus bestieg ein General libyscher Herkunft namens Scheschonq den Thron Ägyptens und begründete die 22. Dynastie. Rund zwei Jahrhunderte lang herrschten nun Familien, deren Vorfahren aus Libyen westlich des Niltals stammten. Die kleinen Holzstelen ihrer Untertanen aber hielten an den überlieferten ägyptischen Bildern vom Jenseits fest.
Die Dame Nestarut wird vor einen Gott geführt. Thot mit dem Kopf eines Ibis hält seine Schreiberpalette und stellt sie vor. Sie trägt ein Plisseekleid, eine schwere Perücke und einen Salbkegel auf dem Kopf und atmet das Lebenszeichen ein, das Anch. Ihr gegenüber sitzt Atum, wie eine Mumie in ein Leichentuch gehüllt, mit der roten Krone, dem Krummstab, dem Wedel und dem Was-Zepter. Eine Kette aus Anch-Zeichen verbindet den Gott mit der Toten. Die Hieroglyphen enthalten rituelle Formeln, und ihr Vater hieß vielleicht Anchpachered.
Die Stele kam 1826 in den Louvre, und schon im Jahr darauf beschrieb Champollion sie in seinem Katalog der ägyptischen Säle unter der Nummer A. 309.




