
Stele des Priesters Pentcheny in Anbetung vor Osiris
Details
Die Geschichte
Der Mann mit den erhobenen Händen heißt Pentcheny und war Priester des Onuris, eines Gottes des Krieges und der Jagd. Sein Name bedeutet etwa der die Ferne zurückbringt. Der Mythos erzählt, wie er in den fernen Süden zog, um eine Göttin heimzuholen, die in Gestalt einer Löwin geflohen war, und sie zur Frau nahm. Sein Kultort war Thinis, die alte Stadt, zu der der Friedhof von Abydos gehörte, und in Abydos, wo man Osiris begraben glaubte, stellte Pentcheny diesen Stein am Beginn der 18. Dynastie auf.
Er steht in Schurz und Sandalen, kahl geschoren, vor Osiris, der in einem Schrein thront. Zwischen ihnen ein Tisch mit Broten, einer Ente und Lotosblüten. Im Rund oben rahmen zwei Horusaugen einen Ring der Ewigkeit über dem Zeichen für Wasser. Darunter zählt die Opferformel auf, was er sich erhoffte. Er bittet, im Himmel bei Re verklärt zu sein, mächtig auf Erden, gerechtfertigt im Friedhof bei Osiris, Myrrhe und Weihrauch zu riechen, Wein und Milch gespendet zu bekommen, ein schönes Begräbnis nach hohem Alter und als lebendiger Ba herauszugehen, in jeder Gestalt, die er wünscht.
Der Text nennt ihn großen Wab-Priester, also einen der Reinen, und erwähnt Daday, ebenfalls Wab-Priester, sowie zwei Frauen, Tuyu und Ipu. Der Louvre erwarb die Stele 1857 auf der Pariser Versteigerung der Sammlung Giovanni Anastasi.




