
Stillleben mit Römer, silberner Tazza und Brötchen
Details
Die Geschichte
Das hohe Weinglas auf dem Tisch heißt Römer, eine ursprünglich rheinische Form, die in den Niederlanden zum Alltag gehörte. Grünes Waldglas, breiter Fuß, am Schaft aufgesetzte Nuppen, damit die fettige Hand nicht abrutscht. Daneben steht eine silberne Tazza, eine flache Schale auf hohem Fuß, ein zweiter Becher liegt umgekippt. Auf den Zinntellern liegen ein Brötchen, Oliven und eine halb geschälte Zitrone.
Links am Rand, neben dem Glas, hat Claesz signiert, mit seinem Monogramm, der Jahreszahl 1637 und einem Wort, das niemand ganz erklären kann, TENESIUS. Die Claesz-Forscherin Martina Brunner-Bulst liest es als verunglücktes Latein für Tienen, französisch Tirlemont, eine Kleinstadt in Brabant und womöglich sein Geburtsort. Gearbeitet hat er sein Leben lang in Haarlem.
Nach Madrid kam das Bild erst 1931, als der Sammler Pedro Fernández Durán seine Gemälde dem Prado vermachte.



