
Studie von Emma und den Kindern
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1916 wohnte die Familie Bellows in Camden an der Küste von Maine, und im Nachbarhaus hatte sich der Maler Leon Kroll eingemietet. Kroll beschäftigte sich gerade mit Cézanne und erinnerte sich später, er habe Bellows jeden Tag kritisiert. In diesem Sommer wollte Bellows seine Frau und seine Töchter im Freien malen, auf einer Leinwand von rund anderthalb Metern Höhe. Emma liegt in einer Hängematte, neben ihr die kleine Jean, Anne, die Ältere, kehrt uns den Rücken zu und will gerade hineinklettern, oben zieht sich eine gestreifte Markise entlang.
Er malte die Szene zweimal und ließ beide Fassungen unvollendet. Die andere, My Family, besitzt die National Gallery of Art in Washington. Diese hier ist dunkler und farblich anders gestimmt. Das Washingtoner Bild baut auf Rot und Violett, dieses auf Grün und Violett. Über die Fläche läuft ein Raster aus Linien, und die Leinwand wurde oben und unten umgeschlagen, als hätte Bellows ein anderes Format ausprobiert.
Das Museum datiert sie auf 1917. Um 1922 schenkte Bellows sie dem Maler John Carroll in Woodstock, und dessen Witwe verkaufte sie 1963 an das Museum.




