
Volpato · CC-BY-SA-4.0
Sonnenuntergang über dem Genfersee
Details
Die Geschichte
Im Mai 1873 beschloss die französische Nationalversammlung, die Vendôme-Säule in Paris, die während der Kommune gestürzt worden war, auf Courbets Kosten wieder aufzubauen. Im Juli ging er in die Schweiz und kehrte nicht mehr nach Frankreich zurück. Dieses Bild entstand 1874 am Schweizer Ufer des Genfer Sees, und die Felswand links auf der anderen Seite des Wassers liegt schon in Frankreich. Es sind die Mémises oberhalb von Évian. Nach Angaben des Museums in Vevey erinnerten sie Courbet an die Kalkfelsen seiner Heimat, der Franche-Comté rund um Ornans, die er oft gemalt hatte. Der Horizont liegt sehr tief, fast die ganze Leinwand gehört dem Himmel, den die untergehende Sonne entflammt. Das Wasser hat er großenteils mit dem Spachtel gemalt. Vorn liegt ein Boot mit zwei schräg gestellten Lateinersegeln, der Takelung der alten Lastschiffe auf dem See. Geschenkt hat das Bild dem Museum Juliette Courbet, die Schwester des Malers.




