
Die Anbetung der Könige
Details
Die Geschichte
Diese Anbetung der Könige, mehr als zwei Meter breit, bildete einst die Mitte eines Klappaltars, dessen Flügel heute auf zwei andere Städte verteilt sind. Die Rekonstruktion geht auf den Kunsthistoriker Max J. Friedländer zurück. Die oberen Hälften der Flügel mit Szenen aus dem Leben der heiligen Katharina und der heiligen Agnes hängen im Palazzo Reale in Genua, die unteren Hälften mit dem Martyrium der beiden Heiligen im Musée des Beaux-Arts in Straßburg.
Die Trennung begann bei den Besitzern, der Genueser Patrizierfamilie Durazzo, die Ende des 18. Jahrhunderts die unteren Hälften verkaufte. Der Rest blieb in Genua, im Familienpalast, den das Haus Savoyen in den 1820er-Jahren erwarb. 1837 kam die Mitteltafel nach Turin, in die königliche Gemäldegalerie, die Karl Albert fünf Jahre zuvor gegründet hatte.
Nicht alle Forscher halten die Teile für zusammengehörig, manche schreiben die Genueser Tafeln einem eigenen anonymen Maler zu. Die Galleria Sabauda datiert die Anbetung ins späte 15. Jahrhundert und verzeichnet daneben eine Datierung um 1500 bis 1520.