
Die Anbetung der Hirten
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Die Geschichte
Welcher der drei Brüder Le Nain dieses Bild gemalt hat, Antoine, Louis oder Mathieu, kann die National Gallery bis heute nicht sagen. Lange galt es nicht einmal als französisch. Spätestens 1777 hing es in Blenheim Palace, dem Sitz der Herzöge von Marlborough bei Oxford, als Werk des Neapolitaners Luca Giordano. Unter diesem Namen wurde es 1886 versteigert und 1902 in einem Schlafzimmer von Arundel Castle verzeichnet, dem Stammsitz der Herzöge von Norfolk. Erst beim Ankauf 1962 kam es unter dem richtigen Familiennamen nach London. Die Geburt Christi spielt hier in antiken Ruinen statt im Stall, ein altes Bild für das Heidentum, das dem Christentum weicht. Der alte Hirte kniet barfuß, mit schmutzigen, runzligen Füßen, dicht neben einer ruhigen, idealisierten Maria in Rot. Über den Flügeln des grün gekleideten Engels schimmert ihr Kopf aus einer früheren Fassung der Komposition durch.

