Stichkappe: Josia, Jojachin und Schealtiel

Michelangelo · PD

Stichkappe: Josia, Jojachin und Schealtiel


Details

Künstler
Michelangelo
Jahr
1509
Technik
Fresko
Gattung
Gemälde
Maße
245 × 340 cm

Die Geschichte

Über der Lünette mit Josia, Jojachin und Schealtiel senkt sich das Gewölbe zu einer dreieckigen Kappe, einer Stichkappe, und Michelangelo füllte sie mit weiteren Vorfahren Christi. Sie liegt neben dem Feld mit der Sintflut und gehörte zu den ersten, die er malte, früh in der ersten Kampagne. Namen stehen hier oben keine. Die Gruppe gilt meist als Jojachin mit seiner Frau und dem Sohn Schealtiel.

Sie sitzen nicht auf Bänken wie die Figuren der Lünetten darunter. Sie lagern auf der nackten Erde vor einem dunklen, nächtlichen Grund. Jojachin schläft barfuß im Vordergrund, halb liegend und von uns abgewandt, in gelbem Hemd und weißer, an den Knöcheln enger Hose, die scharf gegen das Dunkel steht. Hinter ihm sitzt seine Frau auf einem grünen Lager, ein weißes Tuch über dem Kopf, und hält den Sohn, ihr Gesicht an seines geschmiegt. Die Vatikanischen Museen verbinden diese Haltung mit dem Wort des Apostels Paulus, wie man den Hebräerbrief damals las, der die Väter Pilger und Fremdlinge auf dem Weg ins Gelobte Land nennt. Die ganze Szene entstand in nur zwei Tagewerken, die Zeichnung wurde wie in allen acht Stichkappen vom Karton auf den Putz gestaubt.

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