
Die Himmelfahrt Christi
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Die Geschichte
Im März 1775, wenige Monate nach seiner Ankunft in Rom, schrieb Copley seinem Halbbruder Henry Pelham nach Boston einen langen Brief darüber, wie man ein Historienbild macht. Er steckte gerade mitten in diesem hier. In Boston hatte er fast nur Bildnisse gemalt, und seit seinem letzten Versuch mit einer vielfigurigen Szene waren rund 20 Jahre vergangen. Nun beschrieb er Schritt für Schritt sein Vorgehen. Zuerst legte er fest, wo die Figuren stehen, und skizzierte die Grundidee, dann erarbeitete er die Handlung jeder einzelnen Figur. Für die Gewänder hüllte er eine Gliederpuppe in nasses Tuch, damit die Falten hielten. Für die Köpfe Christi und der Apostel ließ er ein Modell sitzen, übertrug seine Zeichnungen mit Pauspapier auf Papier und dann auf die Leinwand und studierte unablässig Raffael, was, wie er schrieb, das Feuer der Einbildungskraft am Leben hielt. Man sieht es dem Aufbau an, der sich an Raffaels Verklärung Christi im Vatikan anlehnt. Copley rechnete halb damit, dass Pelham nach der ganzen minutiösen Schilderung fragen würde, ob das überhaupt etwas tauge. Das fertige Bild ist eher klein, etwa 81 auf 73 Zentimeter. Über Copleys Enkelin kam es nach Boston, und deren Tochter vermachte es 1925 dem Museum.




