Die Taufe Christi

Die Taufe Christi


Details

Jahr
1482
Technik
Fresko
Gattung
Gemälde
Maße
335 × 540 cm

Die Geschichte

Über der Szene läuft ein gemalter Fries, und darauf steht in lateinischen Großbuchstaben eine Signatur: OPUS PETRI PERUSINI CASTRO PLEBIS, das Werk des Pietro aus Perugia, von Castel della Pieve. Perugino war ein Beiname nach der großen Stadt seiner Gegend. Hier fügte er das Städtchen hinzu, aus dem er wirklich stammte und das heute Città della Pieve heißt.

Er malte das Fresko 1481 und 1482 mit Gehilfen, unter ihnen der junge Pinturicchio, und bis heute streitet die Forschung darüber, welche Teile von wem sind. Heute ist es die erste Szene des Christuslebens in der Kapelle, obwohl das so nicht geplant war. Ursprünglich begann die Erzählung an der Altarwand mit einer Geburt Christi, ebenfalls von Perugino, neben einer Auffindung des Mose. Beide wurden in den 1530er Jahren zerstört, um Platz für Michelangelos Jüngstes Gericht zu schaffen.

In der Mitte gießt Johannes im Jordan Wasser über Christus, darüber Gottvater zwischen Engeln und dazwischen die Taube des Heiligen Geistes. Zu beiden Seiten, kleiner und weiter hinten, predigen erst Johannes, dann Christus vor der Menge. Das Flusstal dahinter ist mit Bauten aus Rom besetzt, darunter ein Triumphbogen, das Kolosseum und das Pantheon.

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