
Die Seeschlacht bei Ostia
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Die Geschichte
1514 und 1515, während diese Wand bemalt wurde, plante Papst Leo X. einen Kreuzzug. Die osmanischen Türken waren die Macht, die man in Italien am meisten fürchtete, und der Papst wollte die christlichen Fürsten gegen sie vereinen. Das Fresko liefert ihm ein Vorbild aus dem Jahr 849. Damals bedrohte eine sarazenische Flotte Rom, und Papst Leo IV. unterstützte einen Bund von Schiffen aus Neapel, Amalfi und Gaeta, der ihr vor Ostia, an der Tibermündung, entgegentrat. Ein Sturm vollendete, was der Kampf begonnen hatte.
Der Papst des 9. Jahrhunderts sitzt links mit den Zügen Leos X. und dankt Gott, während hinter ihm die Seeschlacht weitergeht. Im Vordergrund werden Gefangene aus den Booten gezerrt und vor ihm auf die Knie gezwungen. Den Entwurf schuf Raffael, die Ausführung schreibt man großenteils seiner Werkstatt zu, vor allem Giulio Romano.
Raffaels eigene Studien dazu sind erhalten, und eine von ihnen hat einen weiten Weg hinter sich. Ein Rötelblatt mit zwei männlichen Akten für diese Szene liegt heute in der Albertina in Wien. Darauf vermerkte Albrecht Dürer, Raffael von Urbino, der beim Papst so hoch geachtet sei, habe diese Nackten gemacht und sie 1515 ihm nach Nürnberg geschickt, um ihm seine Hand zu weisen.




