
Parmigianino · PD
Die Bekehrung des heiligen Paulus
Details
Die Geschichte
Parmigianino malte diese Szene um 1527, im selben Jahr, in dem die Truppen Kaiser Karls V. Rom plünderten. Der junge Maler hielt sich damals in der Stadt auf, und Vasari berichtet, Soldaten seien während der Arbeit in seine Werkstatt eingedrungen; bald darauf floh er nach Bologna. Diese Gewalt scheint im Bild nachzuklingen. Er wählt den Augenblick, in dem Saulus auf dem Weg nach Damaskus von einem Licht vom Himmel zu Boden geworfen wird und erblindet, den Moment seiner Bekehrung zu Paulus. Doch beherrscht wird die Leinwand nicht von ihm, sondern von dem weißen Pferd, das sich über seinem Kopf aufbäumt und den Hals zum Betrachter dreht. Nach dem Tod des Künstlers verließ das Werk Parma und war um 1608 in Madrid.




