Die Kreuzigung des heiligen Petrus

Die Kreuzigung des heiligen Petrus


Details

Künstler
Guido Reni
Jahr
1604
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
305 × 171 cm

Die Geschichte

Petrus soll der Überlieferung nach darum gebeten haben, kopfüber gekreuzigt zu werden, weil er nicht würdig sei, wie Christus zu sterben. 1601 hatte Caravaggio diesen Moment für die Cerasi-Kapelle in Santa Maria del Popolo gemalt, und wenige Jahre später ging dasselbe Thema an einen jungen Bologneser. Kardinal Pietro Aldobrandini, Neffe Papst Clemens' VIII., bestellte es bei Guido Reni für San Paolo alle Tre Fontane, die Abteikirche vor den Mauern an der Stelle, an der Paulus enthauptet worden sein soll. Reni malte die Tafel 1604 und 1605, und das Museum sieht in ihr seinen ersten Erfolg in Rom.

Sein Biograf Carlo Cesare Malvasia erzählte 1678 eine schärfere Geschichte. Der Maler Cavalier d'Arpino habe Reni den Auftrag zugespielt, um Caravaggio zu treffen, und dieser habe dem Neuling vorgeworfen, ihm seine Manier gestohlen zu haben, und gedroht, sich lieber mit den Fäusten als mit dem Pinsel zu messen. Wie viel davon stimmt, bleibt offen. Die Nähe zu Caravaggio ist deutlich, doch das Museum betont, dass Reni die dramatische Spannung zurücknimmt. Um 1787 kam das Bild in den Papstpalast auf dem Quirinal, seit 1819 gehört es zur vatikanischen Pinakothek.

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