
John William Waterhouse · PD
Die Kristallkugel
Details
Die Geschichte
Royal Academy, London, 1902. Waterhouse stellt zwei kleine Bilder als Paar aus. Auf dem einen beugt sich ein frommes Mädchen über ein Gebetbuch. Auf dem anderen, diesem hier, blickt eine junge Frau in schwerem mittelalterlichem Gewand in eine Kristallkugel. Neben ihr auf dem Tisch liegt ein Zauberbuch, darüber ein menschlicher Schädel. Die Blütezeit der Präraffaeliten lag da längst zurück, doch Waterhouse hielt an ihrer Welt aus Jungfrauen, Sagen und Zauberei fest, während ringsum das nüchterne edwardianische Zeitalter anbrach. Das Bild hat ein seltsames Schicksal. Anfang der 1950er Jahre fand ein Besitzer den Schädel zu düster und übermalte ihn. Erst rund 40 Jahre später nahmen Restauratoren die spätere Schicht ab und gaben den Schädel zurück, so wie der Maler ihn gedacht hatte.




