Der liederliche Student

Der liederliche Student


Details

Jahr
1625
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
125 × 156 cm

Die Geschichte

Wer in den 1620er-Jahren in der niederländischen Republik studierte, genoss Vorrechte. In Leiden, an der ältesten Universität des Landes, 1575 gegründet, hatten die Studenten ein eigenes Gericht und zahlten keine Akzise auf Bier und Wein. Die Literatur der Zeit erzählte gern, wohin diese Freiheit führen konnte, und Honthorst malt genau diese Geschichte. Globus, Sanduhr und gestapelte Bücher weisen den jungen Mann als Studenten aus, doch sein Schreibtisch dient längst als Ess- und Spieltisch, und im Kerzenlicht prüft er den Wein in seinem Krug. Auf dem aufgeschlagenen Folianten ringt Pallas Athene, die Göttin der Weisheit, mit Bacchus und Amor, und das lateinische Gedicht verrät, wofür er sich entschieden hat. In diesen Erzählungen verprasst so ein Student sein Geld, wird von der Universität verwiesen und kommt erst ganz am Ende zur Besinnung. Honthorst zeigt den Augenblick, in dem zum ersten Mal die Rechnung präsentiert wird. Von hinten trägt eine zahnlose Kupplerin einen Säugling heran, und wie das Museum bemerkt, hat das Kind die Nase des Studenten.

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