
Caravaggio, The Denial of Saint Peter, 1610. Wikimedia Commons. · PD
Die Verleugnung des Petrus
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1610 hatte Caravaggio nur noch wenige Wochen zu leben. Nach einem Totschlag in Rom war er seit Jahren auf der Flucht, und dieses Bild gehört zu den letzten, die er in Neapel malte. Man sieht kaum noch etwas: drei Köpfe, ein paar Hände, der Rest versinkt im Dunkel. Eine Magd zeigt mit beiden Fingern auf Petrus, ein Soldat deutet ebenfalls auf ihn. Drei Finger richten sich auf denselben Mann. Petrus legt die Hand auf die eigene Brust, halb im Licht, und leugnet, den gefangenen Jesus zu kennen. Von der prächtigen Malerei seiner römischen Jahre ist nichts geblieben, nur das Nötigste, grob und schnell aus der Finsternis herausgeholt. Das Rot seines Ärmels ist der letzte warme Fleck, den Caravaggio hier noch zugelassen hat.




