
Jan Matejko · PD
Der Auszug Heinrichs des Frommen aus Liegnitz
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Die Geschichte
Im April 1241 zog Herzog Heinrich II. von Schlesien, genannt der Fromme, aus Liegnitz einem mongolischen Heer entgegen und fiel in der Schlacht. Mehr als 200 Jahre später hielt der Chronist Jan Długosz ein Vorzeichen fest: Beim Auszug habe sich ein Stein vom Dach der Liebfrauenkirche gelöst und den Kopf des Fürsten nur knapp verfehlt. Jan Matejko nahm sich den Stoff 1865 vor, mit 27 Jahren und ein Jahr nach der Niederschlagung des Januaraufstands gegen die russische Herrschaft. Das Blatt ist eine seiner ersten Ölskizzen für ein geplantes großes Gemälde, auf Papier gemalt und später auf Leinwand aufgezogen. Siegesgewissheit sucht man darin vergeblich. Unter dem hohen Spitzhelm blickt Heinrich blass und mit aufgerissenen Augen, und der Schild an seiner Seite trägt den schwarzen schlesischen Adler.




