
Caspar David Friedrich · PD
Die Gartenterrasse
Details
Die Geschichte
„Garthenparthie in französischem Styl“ nannte das Weimarer „Journal des Luxus und der Moden“ dieses Bild 1812, noch in alter Schreibweise. Der Garten ist aus mehreren Orten zusammengesetzt. Im Juni 1811 wanderte Friedrich mit dem Bildhauer Christian Gottlieb Kühn von Dresden in den Harz und blieb einige Tage in Ballenstedt, der kleinen Residenz der Fürsten von Anhalt-Bernburg. Aus den Skizzen, die er dort zeichnete, baute er diese Ansicht. Die Mauer stammt vom alten Barockpark am Schloss, die beiden Kastanien aus einer 1800 gepflanzten Allee zur Stadt, und der Brocken im Hintergrund ist viel näher gerückt, als man ihn von dort aus sieht. Unter dem rechten Baum sitzt eine lesende Frau im dunklen Kleid auf einer Bank, im Profil, neben ihr ein Korb, halb unter einem roten Tuch. Im Herbst 1812 erwarb das preußische Königshaus das Gemälde auf der Berliner Akademieausstellung.




