
Egon Schiele · PD
Die Eremiten
Details
Die Geschichte
Egon Schiele war 22, als er dieses Bild 1912 malte, und die beiden in Gewänder gehüllten Gestalten, zu einer dunklen Säule verschmolzen, sind er selbst und sein Lehrmeister, der ältere Maler Gustav Klimt. In Wien war Klimt dafür bekannt, im Atelier lange schwarze Kaftane zu tragen, und Schiele hatte begonnen, es ihm gleichzutun, sodass das gemeinsame Gewand fast ein Bekenntnis ist, wie viel er ihm verdankte. Schiele schrieb einem Sammler, das Grau hinter ihnen sei eher eine trauernde Welt als ein Himmel, und die beiden Körper seien darin einsam herangewachsen, aus dem Boden emporgestiegen. Die Gesichter sind bleich und verschlossen, die Blumen zu ihren Füßen welken schon. Er wollte, sagte er, dass das Ganze für das Vergehen aller Dinge stehe.




