Der ungläubige Thomas

Der ungläubige Thomas


Details

Künstler
Matthias Stom
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
125 × 99 cm

Die Geschichte

Fast zwei Jahrhunderte lang galt dieses Bild in Madrid als ein Honthorst. Davor war es etwas anderes gewesen. Das Verzeichnis der Gemälde, die man 1734 aus dem brennenden Alcázar gerettet hatte, führt es als Kopie nach Guercino. 1772, im neuen Königspalast, ist daraus ein Original des Utrechter Malers Gerrit van Honthorst geworden, und unter diesem Namen kam es ins Museum. Die Zuschreibung an Matthias Stom, nach einem Zwischenschritt über Hendrick ter Brugghen, ist sehr viel später.

Der Prado datiert die Leinwand auf 1641 bis 1649, die sizilianischen Jahre des Malers. Das Thema ist der achte Tag nach der Auferstehung. Thomas hatte gesagt, er werde nicht glauben, ohne den Finger in die Wunde zu legen, und genau das tut er, die Hand von Christus geführt.

Das Licht fällt hart von links, Thomas kehrt ihm den Rücken zu, sein Gesicht bleibt fast verborgen. Ganz beleuchtet ist der alte Apostel hinter ihm, der die Hand hebt.

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