
Rembrandt, The Jewish Bride, 1667. Wikimedia Commons. · PD
Die Jüdische Braut
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Die Geschichte
Rembrandt malte dieses Paar in seinen letzten Jahren, lange nach dem Bankrott von 1656, der ihn Haus und Sammlung gekostet hatte. Man sieht es der Malweise an. Die goldenen Ärmel des Mannes sind nicht mehr fein lasiert, sondern in dicken, fast mit dem Spachtel aufgetragenen Farbschichten aufgesetzt, die aus der Nähe wie rohe Materie wirken und erst auf Abstand zu Stoff werden. Wer die beiden sind, ist bis heute offen. Am ehesten deutet man sie als das biblische Paar Isaak und Rebekka, das sich nach dem Buch Genesis vor einem misstrauischen König als Geschwister ausgab. Die Zärtlichkeit liegt in den Händen. Er legt seine Rechte auf ihre Brust, sie berührt sie leicht mit den Fingerspitzen, ohne sie wegzunehmen. Vincent van Gogh stand lange davor und schrieb einem Freund, er würde zehn Jahre seines Lebens dafür geben, 14 Tage lang vor diesem Bild sitzen zu dürfen.




