
Rembrandt, The Return of the Prodigal Son, 1668. Wikimedia Commons. · PD
Die Rückkehr des verlorenen Sohnes
Details
Die Geschichte
Rembrandt malte dieses Bild in seinen letzten Lebensjahren, um 1668, ein Jahr vor seinem Tod. Er hatte da viel verloren, 1656 den Bankrott, dazu seine Frau Saskia, seine Gefährtin Hendrickje und seinen Sohn Titus. Das Gemälde zeigt die Szene aus dem Lukasevangelium, in der der verlorene Sohn, mittellos und zerlumpt heimgekehrt, vor seinem Vater niederkniet. Der alte Mann beugt sich über ihn und legt ihm die Hände auf den Rücken. Wer genau hinsieht, bemerkt, dass die beiden Hände nicht gleich sind. Die linke wirkt kräftig und männlich, die rechte schmaler, fast wie die einer Frau, als vereine Rembrandt in dieser Geste Vater und Mutter zugleich. Das Licht sammelt sich auf dem kahlen Kopf des Sohnes und den abgetragenen Sohlen seiner Füße. Rundherum stehen Zeugen im Halbdunkel, ihre Gesichter kaum lesbar. Die dicke, aufgeraute Farbe der späten Jahre trägt Rembrandt hier fast wie mit den Fingern auf.




