Das Urteil des Salomo

Das Urteil des Salomo


Details

Jahr
1628
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
174 × 213 cm

Die Geschichte

Im Juli 1631 stand in Rom ein sizilianischer Adliger und Kunstliebhaber vor Gericht, Fabrizio Valguarnera. Man warf ihm vor, kostbare Gemälde mit gestohlenen Juwelen bezahlt zu haben. Zu seinen Käufen gehörte ein Urteil Salomos von Valentin, das er im späten Frühjahr bei einem Händler erworben hatte, und Valguarnera sagte aus, er habe dem Maler sechs Scudi gezahlt, damit er es überarbeite. Valentin hat das Thema zweimal gemalt, die andere Fassung ist im Louvre. Welche der beiden durch Valguarneras Hände ging, ist bis heute umstritten. Keith Christiansen, Kurator am Metropolitan Museum in New York, hat für dieses Bild plädiert.

Auch seine Eigenhändigkeit war umstritten. Manche Partien sind weniger vollendet als im Pariser Bild, etwa Gesicht und Hände der wahren Mutter, und alte Übermalungen ließen den Kunsthistoriker Roberto Longhi an eine frühe Kopie denken. Seit 1989 gilt es einhellig als Werk Valentins, und beide Fassungen werden in die späten 1620er-Jahre datiert. Hier ist das Urteil schon gesprochen. Der Henker fasst das Kind fast nachdenklich am Arm, links übergibt es die falsche Mutter, und rechts beugt sich die echte Mutter in stiller Bitte vor, den Körper uns zugewandt.

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